Es gibt kleine Mücken, die nur im Gegenlicht der Sonne für uns Menschen sichtbar sind. Ich habe heute so einen Schwarm beobachtet, wie sie spielerisch, etwas unkoordiniert um sich selbst und umeinander schwirren. Wenn man nun um diesen Schwarm herumgeht, und so das frontale Sonnenlicht zu einem Licht wird, das von der Seite scheint, verlieren diese Mücken ihre goldene Farbe; selbst ihre Größe scheint abzunehmen. Wenn man weiter im Kreis um sie geht, so weit, bis man die Sonne im Rücken hat, werden sie nahezu unsichtbar, nur noch stellenweiße blitzen ihre Körper auf, um sich, als Staub oder sonstiges, zu tarnen, aber im Grunde verschwindet der Schwarm aus unseren Augen. Er wird unsichtbar.
Was sagt uns nun diese Geschichte über das Leben? Mir sagt sie: Nur weil wir etwas nicht sehen, bedeutet das nicht, daß es nicht da ist. Und es sagt mir auch, daß wir, sollten wir es schaffen unsere Perspektive öfters bewusst zu verändern, Dinge entdecken die Vorhin nicht zu sehen waren. Somit können wir erst zu schaffenden Wesen werden, die durch ihre aufmerksame Beachtung und Beobachtung, die Welt gebären.
Archiv für 'Uncategorized'Kategorie
Sehen und gesehen werden
Juni 6, 2008Ich bin ein Marktschreier, mehr habe ich nicht, mehr kann ich nicht geben.
Juni 6, 2008Ich habe vergessen, vergessen, obwohl ich so viel zu sagen hatte. Erinnerungen, die wie zerrissene Spinnennetze, durchflutet von Licht, in der Ecke der Erkenntnis auf Beute warten. Ich habe vergessen, obwohl ich noch so viel… Stattdessen warte ich, und hoffe auf Erinnerung, die sich vielleicht in meinem Netz verfängt.
Ich habe es versäumt, versäumt zu berichten… meine Schuld steht fest. Doch will ich den versuch wagen, meinem Versäumnis Rechnung zu tragen und mit euch die Beute teilen, sofern irgendjemand an einem toten Fliegenrest Interesse hat, der irgendwo im Nirgendwo, auf nichts wartend, sich krümmt und windet und durch veränderte Wiederholung auf Erlösung hofft.
Das Licht säumt das Leben für den Augenblick der Betrachtung und der junge Leib geht seinen kläglichen Weg mit festem Schritt, er tut das, um seiner Jugend gerecht zu werden, denn er ahnt, das es nicht ewig dauert, doch wie gesagt, er ahnt es nur.
Das Ziel ist alles, und der Verlust wird auch alles sein… mehr hat der Mensch nicht zu geben. Dies Bisschen muss er den Göttern opfern, so scheint es festgelegt zu sein. Das Leid, daß uns alle heimsucht muss liebend an die Brust gedrückt, schmerzhaft ausgekostet werden.
Und doch hält das Streben auf ironische Weise mit allem mit. Streben, immer weiter immer fort…wohin? Das wissen wir nicht, wir Streben, so wie wir manchmal in Träumen rennend fliehen, um dem Unbekannten zu entgehen, so Streben wir im wachen wie Idioten, denn wir träumen nicht.