Archiv für 'EinfachSo.'Kategorie

Weglaufen

Juni 7, 2008

Das Gefühl nicht im Eignem zu sein und gleichzeitig zu wissen, daß genau dies befremdende Etwas, das Eigene ist, endet in dem Wunsch vor dem anderem Selbst wegzulaufen. Ich möchte hier weg. Eigentlich ist es egal wohin, es sollte nur ein wenig freundlicher sein und das Leben sollte als solches wahrgenommen werden.

Wenn ich bloß lange laufen könnte, würde ich, wie ein Tier im Träum, vor dieser unwirklichen Unfreundlichkeit flüchten, denn sie ist latend anwesend und liegt schwer auf meinen Schultern, die nicht mehr lange tragen wollen und ich befürchte, auch nicht mehr lange können. Ich breche zusammen, ich gebe auf um auf den Randstein zu sinken, um dort langsam zu sterben.

Dem Leben Ausdruck verleihen

Juni 7, 2008

Danke für die Kunst, auch wenn ich nicht weis wem hier zu danken ist… Es ist ein schreien in die Welt, wenn der Mensch sich nicht verstehend gegen die Realität wendet, sie erfasst wie sie ist, und anders abbildet. In diesem Sinne schreibe ich ein Loblied, nicht weil ich es kann, sondern weil ich es will: Der Ausdruck durch den die Welt betrachtet werden kann liegt in der freien erzwungenen Auseinandersetzung mit all dem Gefühl der Trauer. Dieses Trauern ist es, das uns über das Leben hinwegbringt um mit ihm sein zu können. Ich schreibe diese Worte um mich nicht zu verlieren, um einen Eindruck zu hinterlassen. Es tut weh, manchmal mehr und ein anderes Mal weniger, die innere Realität mit der äußeren zu verbinden, das ist das schmerzhafte Wesen der entgegengesetzten Zusammenhänge, doch wenn die Schmelzung gelingt , so wie sie sein sollte, dann erhalten wir das was uns armen Seelen bis jetzt verwehrt wurde.

Der Leser wird bemerkt haben, daß ich nicht über die Kunst spreche, die sich zur Nutte der Gesellschaft macht. Zur sicherheit erwähn ich es doch noch.

In dem Sinne verweise ich auf die genialen Fotos eines bekannten. Für mich ist es unheimlich gute Fotografie, die, zumindest für mich, genau das tut was sie tun soll. >>fotos von robsi<< einfach die fotoserien anschauen

Schmerz

Juni 6, 2008

Es war ein wunderschöner Nachmittag nur der Schmerz in meiner Seele bedeckte ihn wie ein Schatten der unaufhörlich, unabwendbar über meiner gesamten Existenz stand. Dank seiner latenten Anwesenheit, dank seines chronischem vorkommen berührt er mich nur noch sanft. Der Schmerzt ist zu etwas Mütterlichem geworden, er ist mir vertraut, und bietet mir Geborgenheit. Doch auch ich werde irgendwann flügel bekommen und das Nest verlassen. Hinaus fliegen werde ich, Richtung Süden, dort wo die Sonne seit ewig auf mich wartet.